Newsletter Spätsommer 2018

Liebe Freund*innen der Solidarischen Landwirtschaft,

die anhaltende Trockenzeit und der Sommersmog der letzten Monate hat unser neues Bewässerungssystem mit Sprinklern und Tröpfchenschläuchen auf eine erste Bewährungsprobe gestellt – mit Erfolg. Denn die Hitzeperiode ließ Tomaten, Gurken und Zucchini wunderbar gedeihen, sodass wir angesichts der Ernteüberschüsse sogar einen Einkoch-Workshop organisiert haben.

Doch Kürbisse und Melonen, die noch nicht an die Beregnungs­anlage angeschlossen wurden und daher immer wieder von Hand gegossen werden müssen, leider arg unter dem Wassermangel.
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Sommer-Bilder vom Gemüseanbau

Auch in glühender Hitze müssen unsere Gärtner sich um die angebauten Kulturen kümmern und die Pflanzen bewässern, wobei sie jeden zweiten Samstag von freiwillig helfenden Teilhaber/innen der Erntegemeinschaft unterstützt werden.

CreativeCommons: BY-NC (solawi.koeln)

Besuch bei der Freiluga

Anlässlich der Aktion „Ein Tag im Garten der Gesundheit“, der am 07.07.2018 in der „Freiluft- und Gartenarbeitsschule“ (Freiluga) in Köln-Müngersdorf stattfand, haben wir uns gerne mit einem Solawi-Infostand samt Heilkräuter-Proben beteiligt.

Das 1925 gegründete reformpädagogische Projekt in einem ehemaligen Zwischenwerk der preußischen Stadtbefestigung wird seit Jahrzehnten als außerschulischer Lernort für Umweltbildung genutzt und seit 2004 von einem engagierten Förderverein gepflegt.

Neben der Erntegemeinschaft Solawi Köln haben sich an dem Aktionstag auch zahlreiche andere Ernährungsinitiativen und Naturschutz-Organisationen vorgestellt. Nach der feierlichen Eröffnung auf dem historischen Theaterplatz gab es einige Vorträge, Führungen und Workshops (siehe auch KStA: „Freiluga: Beim Sommerfest drehte sich alles um Hühner, Honig und Heilkräuter“).

CreativeCommons: BY-NC (solawi.koeln)

Newsletter Juni 2018

Liebe Freund/innen der Solidarischen Landwirtschaft,

nach den ersten Pflanzaktionen hatten wir regenbedingt mit zahlreichen Schnecken zu kämpfen, aber die folgenden Sonnentage haben die Kulturen sprießen und gedeihen lassen. Außer den ersten Blatt- und Wurzelgemüsen im Freiland wurden sogar einige Auberginen im Gewächshaus geerntet.

Unsere Teilhaber/innen konnten sich in den ersten acht Ausgaben dieser Saison bereits einige feldfrische und naturwüchsige Kulturen abholen: Salat, Mangold, Weiße und Rote Bete, Mairübchen, Kohlrabi, Fenchel, Lauchzwiebeln und Zucchini. Auch ein paar Kilo eingelagerte Kartoffeln vom Vorjahr waren dabei.

Auch die erste Hälfte der Bio-Rohkäse-Lieferungen vom „Spichers Hof“ im oberbergischen Lindlar wurden ebenfalls unter den Abonennt/innen aufgeteilt (http://altenlinderstall.de).

Damit alle Pflanzen unter den besten ökologischen Bedingungen heranwachsen können, hat unser Anbauteam mit Hilfe von fleißigen Ehrenamtlichen auf dem Feld in Pulheim-Stommeln so Einiges unternommen: Es mussten Bewässerungsrohre verlegt und installiert, Beikräuter gejätet, Tomaten ausgegeizt und ein weiteres Tomatengestell aufgebaut werden.

Und es wurden natürlich weitere Jungpflanzen gesetzt, denn als nächstes stehen Lauch, China-, Grün- und Schwarzkohl auf dem Anbauplan der Erntegemeinschaft – und wir freuen uns schon auf die ersten Tomaten. Weiterhin kämpfen wir mit ökologischen Mitteln nicht nur gegen die Invasion gefräßiger Wegschnecken, sondern auch gegen Kartoffelkäfer, Erdflöhe und Mottenschildläuse („Weiße Fliege“). Die verwendete Brennesseljauche dient außerdem den Pflanzen und dem Boden als Nährstofflieferant, ebenso wie Hühnermist oder Gesteinsmehl.

Am So 01.07. findet im Agnes- und Eigelsteinviertel ab 11 Uhr der „Tag des Guten Lebens 2018“ statt, an dem wir einen Solawi-Infostand machen (http://www.tagdesgutenlebens.de).

Und am Sa 07.07. bietet die „Freiluga“ in Müngersdorf von 11-17 Uhr einen Tag im „Garten der Gesundheit“ an, den wir auch unterstützen (Städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule, Belvederestraße 159, https://www.freiluga-ev-koeln.de).

Das bundesweite „Netzwerk Solidarische Landwirtschaft“ ist auch Mitglied des Bündnisses „Gerechter Welthandel“. Dieses hatte Mitte Juni eine Aktionskonferenz in Frankfurt/M. organisiert, wo es u.a. um die negativen Auswirkungen von Handels- und Investitionsschutz-Abkommen (wie TTIP, CETA, EPA und EU-Mercosur) auf die bäuerliche Landwirtschaft, sowie auf Verbraucherschutz und Umwelt ging. Eine strikte Einhaltung demokratischer, sozialer und ökologischer Standards wird weiter eingefordert (https://www.gerechter-welthandel.org).

Sommerliche Grüße vom Orga-Team der
Erntegemeinschaft Solawi Köln

Mail:  solawi.koeln@riseup.net
Blog:  www.solawi.koeln
Facebook:  www.facebook.com/solawi.koeln

Ausflug nach Lövenich

Die sonnigen Tage locken nach draußen und so trafen sich heute zwei Solawi-Mitglieder bei einer Fahrradtour zu unserem Experimentierfeld im Kölner Westen. Nach Bodendüngung und Beikrautjäten wurde ein altes Tomatengestell als Raubvogelansitz aufgestellt, um die Nagetierplage zu reduzieren. Die Kartoffeln mussten teilweise durch ein Drahtgeflecht vor den Kaninchen und anderen Fraßschädlingen geschützt werden.

Im Gewächshaus sind mittlerweile die Artischocken wieder hochgewachsen und in den Hochbeeten gedeihen zur Zeit Chinesischer Schnittknoblauch, Wolfsmilch und Knolliger Sauerklee (Oka). Zahlreiche Bienen erfreuen sich derweil am Nektar von Meerettich und wildem Feldsalat, sowie an den üppigen Hahnenfußblüten auf den umliegenden Wiesen. Entlang des Zaunes haben seit einigen Jahren auch einige Büschel (Zitronen-)Melisse und Minze ihren Platz, obwohl der Boden dort eigentlich zu feucht für diese mediterranen Heilkräuter ist.

Unser Mitmachprojekt, gemeinsam mit anderen Garteninitiativen zwischen den Neubaugebieten in Lövenich und Widdersdorf gelegen, ist allemal einen frühsommerlichen Ausflug wert. Die nächsten Workshops dort für Solawi-Interessierte sind auch schon in Planung…

CreativeCommons: BY-NC (solawi.koeln)

Erste Gemüse-Ausgabe 2018

Letzten Mittwoch konnte die Erntegemeinschaft Solawi zum ersten Mal in dieser Saison eine testweise Lieferung feldfrisches Gemüse an die Verteilstellen im Kölner Stadtgebiet ausliefern. Dabei gab es Feldsalat, Kopfsalat, Schnittlauch, Kohlrabi und Kartoffeln.

Leider waren die Kohlrabi noch sehr klein, da sie im Gewächshaus den Tomatengestellen weichen mussten. Aber die Blätter ergaben eine prima Beilage oder ließen sich zu einer grünen Soße pürieren…

CreativeCommons: BY-NC (solawi.koeln)